Mut zum Gefühl

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Gibt es gute und schlechte Gefühle? Eine zentrale Frage, die mich lange beschäftigte.

Wie urteilen wir, ob ein Gefühl positiv oder negativ ist? Schmerzhaft und unbequem = schlecht? Ist dem wirklich so? Und wenn wir etwas als schlecht beurteilen, versuchen wir es dann nicht tunlichst zu vermeiden oder zu verdrängen?

Was passiert mit uns wenn wir so in unserem Leben unterwegs sind? Tut das unserer Seele gut?

Beobachten wir doch einmal was uns die Natur vorlebt: Da gibt es Tag und Nacht, Hell und Dunkel, Geburt und Sterben. Die Erde und ihre Spielregeln basieren auf Dualität und Gegensätzen.

Warum ist das so? Lernen wir vielleicht durch diese Gegensätze? Können wir dieses Natursystem sogar als Beispiel für unser inneres Wachstum und Verständnis nutzen?

Wenn jeder Tag Ferien wäre, würden wir diese dann immer noch so wertschätzen? Braucht es nicht Gegensätze und Kontraste um uns und unsere Umwelt zu erfahren?

Ich glaube, dass das mit meinen Gefühlen genau so funktionniert. Ich durfte lernen, dass z.B. meine Traurigkeit genau so zu mir gehört wie meine Freude. Beide haben ihre Berechtigung und möchten gelebt werden, denn Unterdrückung kann meine Seele krank machen.

Ich sehe das symbolisch als grossen Dampfkochtopf. Je mehr Druck und Energie erzeugt wird der nicht entweichen kann, desto grösser die Gefahr einer weitreichenden Explosion.

Ungelebte Gefühle erzeugen Druck in uns und haben konkrete Auswirkungen auf unser sein. Können wir wirklich authentisch sein, wenn es nur Platz für Sonnenschein gibt?

Wer mich vor 20 Jahren gekannt hat, der weiss, dass ich ein richtiger „Sunnybunny“ war. Das heisst nicht, dass ich keine Herausforderungen erlebte… nein dem ist nicht so. Aber es entsprach weder meinem Naturell noch meiner Erziehung den Kopf auch mal hängen zu lassen und diese unbequemeren Emotionen auszuleben.

Es war und ist ein anstrengender aber durchaus lohnenswerter Prozess, zu seinen Gefühlen zu stehen und diesen auch Ausdruck zu verschaffen. Auch mal wütend zu sein wie Rumppelstilzchen, ohne sich gleich sorgen machen zu müssen ob man trotzdem noch geliebt wird. Tränen fliessen zu lassen ohne die Gewissheit zu verlieren, dass auch wieder Sunnybunny Tage kommen… alles hat Platz und macht mich als Person aus. Mut zum ICH-sein haben.

Deine Inspiration:

Wie gehst Du mit Deinen „unangenehmen“ Gefühlen um? Neigst Du dazu diese zu verdrängen oder lebst Du sie aus? Wie gehst Du mit Reaktionen aus Deinem Umfeld um? Akzeptierst Du die Emotionen Deines Gegenübers ohne sie in „gut“ oder „schlecht“ zu taxieren?

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